Rosen düngen
Rosen werden gern überdüngt und zur falschen Zeit gedüngt. Beides rächt sich im Winter. Der Plan ist einfach: Stickstoff bis Mitte Juli, danach nur noch Kalium, und dazwischen ein Boden, der Wasser hält.

Beet, organisch
Neudorff Azet Rosendünger, 1 kg
NPK 7-7-5, 100 Tage, Mykorrhiza, bienen- und tierverträglich
Einmal im Jahr
COMPO Rosen Langzeit-Dünger, 2 kg
Umhüllt, sechs Monate, früh im April ausbringen
Kübel, flüssig
COMPO Rosendünger flüssig, 1 Liter
Mineralisch mit extra Magnesium, bis Juli alle zwei Wochen
- Bedarf im Jahr
- 12 g/m²Reinstickstoff, Starkzehrer
- Boden
- pH 6 bis 7tiefgründig, lehmig-humos, nährstoffreich
- Erste Gabe
- März/Aprilzum Rückschnitt, organisch
- Letzte Gabe
- Mitte JuliStickstoff, danach nur Kalium bis September
- Jan
- Feb
- Mär
- Apr
- Mai
- Jun
- Jul
- Aug
- Sep
- Okt
- Nov
- Dez
HauptgabeNachdüngungnichts
Hauptgabe im März oder April zum Rückschnitt, zweite Gabe nach der ersten Blüte im Juni oder Juli. Im August und September Kalium, kein Stickstoff mehr. Im Kübel dazwischen alle zwei Wochen flüssig.
Was Rosen brauchen
Rosen sind Tiefwurzler und Starkzehrer. Eine gesunde Beetrose bildet in einer Saison mehrere Blütenschübe und dazu neues Holz, und dafür braucht sie rund zwölf Gramm Reinstickstoff je Quadratmeter, dazu reichlich Kalium, Phosphor für die Blüte und Magnesium für das Blattgrün.
Der Boden ist dabei wichtiger als der Dünger. Rosen wollen tiefgründigen, lehmigen Boden mit gutem Humusgehalt und einem pH-Wert um 6,5. Sandböden halten weder Wasser noch Nährstoffe, dort muss jedes Jahr Kompost eingearbeitet werden. Auf schweren, verdichteten Böden faulen die Wurzeln, und kein Dünger hilft.
Magnesium ist bei Rosen ein häufig übersehener Nährstoff. Rosendünger enthalten ihn deshalb meist ausdrücklich. Fehlt es, vergilben die älteren Blätter zwischen den Adern.
Wann Rosen gedüngt werden
Ende März bis Anfang April, wenn die Forsythien blühen und der Rückschnitt ansteht, kommt die Hauptgabe. Organischer Rosendünger oder Kompost mit Hornspänen wird flach eingearbeitet. Organische Dünger brauchen Bodenwärme, um zu wirken, deshalb lieber etwas später als zu früh.
Nach der ersten Blüte, meist Ende Juni bis Anfang Juli, folgt die zweite Gabe. Sie trägt den zweiten Blütenschub öfter blühender Sorten. Das ist zugleich die letzte Stickstoffgabe des Jahres. Einmal blühende Sorten, etwa viele Strauch- und Kletterrosen, brauchen sie nicht.
August bis Anfang September ist die Zeit für Kalium. Kaliumsulfat oder Patentkali lässt die Triebe ausreifen und erhöht die Frosthärte. Stickstoff darf jetzt nicht mehr dabei sein, sonst treibt die Rose weich aus und friert zurück.
Frisch gepflanzte Rosen werden im ersten Jahr nicht mineralisch gedüngt. Kompost im Pflanzloch reicht, die Wurzeln sollen erst einmal suchen.
Womit düngen
Rosendünger ist ein Volldünger mit betontem Kalium- und Magnesiumanteil. Organische Rosendünger auf Basis von Horn, Rizinusschrot und Vinasse wirken über Wochen und pflegen das Bodenleben, das die Rose als Tiefwurzler braucht. Mineralische Rosendünger wirken schneller und eignen sich für die zweite Gabe, wenn es zügig gehen soll.
Genauso gut ist die traditionelle Versorgung: Im Frühjahr drei bis fünf Liter reifer Kompost je Quadratmeter mit einer Handvoll Hornspänen, im Sommer eine Gabe organischer Dünger, im August Patentkali. Rinderdung, gut verrottet, war jahrhundertelang der Rosendünger schlechthin und funktioniert immer noch.
Blaukorn ist möglich, aber nicht ideal: Es wirkt schnell und fördert weiches Gewebe, das Pilze und Blattläuse anzieht. Wer es verwendet, dosiert vorsichtig und nur im Frühjahr. Rasendünger ist wegen des hohen Stickstoffanteils ungeeignet.
Wie viel
Organischer Rosendünger: 60 bis 100 Gramm je Quadratmeter im Frühjahr, 40 bis 60 Gramm nach der ersten Blüte. Für eine einzelne Beetrose sind das etwa zwei gehäufte Esslöffel. Hornspäne als Grundversorgung: 60 bis 80 Gramm je Quadratmeter einmal im Jahr. Patentkali im August: 30 bis 50 Gramm je Quadratmeter.
Der Dünger wird um die Pflanze herum verteilt, nicht an den Stamm, und flach eingearbeitet. Anschließend gründlich wässern. Auf trockenen Boden gestreut, bleibt er wirkungslos oder verbrennt bei mineralischen Produkten die Feinwurzeln.
Im Kübel reicht das Substrat nur wenige Wochen. Hier hat sich ein Langzeitdünger im April bewährt, ergänzt durch Flüssigdünger alle zwei Wochen von Mai bis Mitte Juli. Ab August nur noch Kalium, ab September nichts. Kübelrosen brauchen mindestens 40 Zentimeter Topftiefe, sonst hilft der beste Dünger nicht.
Die Produkte im Einzelnen
Drei Produkte für die drei Aufgaben des Rosenjahres: organisches Granulat für März und Juni, ein Langzeitdünger für alle, die einmal düngen wollen, und der Flüssigdünger mit Magnesium für den Kübel. Die Kaliumgabe im August ist bei keinem dabei, dafür braucht es Patentkali aus dem Gartenmarkt.
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Organischer Rosendünger mit NPK 7-7-5, laut Hersteller mit Sofortwirkung und bis zu 100 Tagen Langzeitwirkung, mit Mykorrhiza-Pilzen. Granulat für Rosen, Stauden und einjährige Blütenpflanzen, für den ökologischen Landbau zugelassen.
- organisch, damit die richtige Form für die Hauptgabe im März, die über Wochen tragen soll
- der Phosphoranteil ist für die Blütenbildung passend, Rosen sind eine der wenigen Kulturen, die davon profitieren
- unbedenklich für Haustiere und Bienen laut Hersteller, im Rosenbeet mit Hund ein Argument
- nur 5 Prozent Kalium, für die Herbstgabe reicht das nicht, dort braucht es Patentkali oder Kaliumsulfat
- 1 kg deckt rund zehn Quadratmeter, für ein großes Rosenbeet die 5-kg-Packung nehmen
- wirkt über das Bodenleben, bei kaltem Boden im März verzögert
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COMPO Rosen Langzeit-Dünger, 2 kg
CompoPreis abgerufen am 21.09.2026 um 02:16 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.
Umhüllter Langzeitdünger für Rosen, Blütensträucher, Schling- und Kletterpflanzen, laut Hersteller mit Sofortwirkung und sechs Monaten Langzeitwirkung. Eine Gabe pro Saison.
- eine Gabe im April trägt bis in den Herbst, die zweite Gabe entfällt
- kontrollierte Abgabe nach Bodentemperatur, das Verbrennungsrisiko ist gering
- 2 kg reichen für ein mittleres Rosenbeet
- sechs Monate Wirkung heißt auch: Stickstoffabgabe bis in den Oktober, was der Frosthärte widerspricht, deshalb früh im April ausbringen und nicht überdosieren
- mineralisch, ohne Wirkung auf Bodenleben und Humus
- die Zusammensetzung nennt Amazon nicht, sie steht nur auf der Packung
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COMPO Rosendünger flüssig, 1 Liter
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Mineralischer Flüssigdünger für Rosen mit Haupt- und Spurennährstoffen und laut Hersteller extra Magnesium. Dosierung über die Kappe, Anwendung wöchentlich von März bis Oktober, im Winter monatlich. Für Rosen im Zimmer, Kübel und Beet.
- Magnesium ist bei Rosen der am häufigsten fehlende Nährstoff, hier ist er dabei
- die richtige Form für Kübelrosen, die regelmäßig versorgt werden müssen
- sofortige Wirkung, wenn eine Rose sichtbar nachlässt
- mit rund 2.000 Rückmeldungen breit erprobt
- die Herstellerempfehlung, bis Oktober wöchentlich zu düngen, widerspricht der Frosthärte, ab August besser absetzen
- im Beet unpraktisch, dort tragen Granulate länger
- die Haltbarkeit der Wirkung wird in Rezensionen uneinheitlich beurteilt
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Was Hausmittel leisten
Die Bewertung folgt den Nährstoffgehalten und dem, was die Pflanze verträgt, nicht der Beliebtheit des Tipps. Was hier als geeignet steht, ersetzt trotzdem keine Grundversorgung, die Mengen aus dem Haushalt sind dafür zu klein.
- Kaffeesatz bedingt Rund zwei Prozent Stickstoff, kaum Kalium. Dünn eingearbeitet im Frühjahr eine kleine Ergänzung, kein Ersatz für Rosendünger. Nicht als dicke Schicht, die verschimmelt.
- Bananenschalen bedingt Enthalten Kalium, aber in Mengen, die im Beet kaum ins Gewicht fallen. Kleingeschnitten und eingearbeitet unschädlich, für die Herbstgabe zu wenig.
- Eierschalen bedingt Liefern Kalk. Auf saurem Boden sinnvoll, um den pH-Wert Richtung 6,5 zu heben. Auf ohnehin kalkhaltigem Boden überflüssig.
- Hornspäne geeignet Die klassische organische Stickstoffquelle für Rosen. Langsam, sicher, nicht zu überdosieren.
- Brennnesseljauche geeignet Stickstoffreich, für die Wachstumsphase bis Juni. Verdünnt 1:10 gießen, nicht über die Blätter.
- Kompost geeignet Die Grundlage. Drei bis fünf Liter je Quadratmeter im Frühjahr verbessern Boden und Versorgung zugleich.
Wenn etwas nicht stimmt
Die häufigsten Bilder an Rosen, mit dem Weg zum passenden Befund im Diagnose-Dialog. Nicht jedes davon ist ein Düngerfall.
- Ältere Blätter gleichmäßig gelb, wenig NeuaustriebStickstoffmangel, typisch auf Sandboden und bei Rosen, die jahrelang nur zurückgeschnitten, aber nie gedüngt wurden.Befund im Diagnose-Dialog
- Ältere Blätter gelb mit grünen AdernMagnesiummangel. Bei Rosen häufig, Bittersalz hilft schnell.Befund im Diagnose-Dialog
- Junge Blätter gelb mit grünen AdernKalkchlorose an Standorten mit Bauschutt oder hartem Wasser.Befund im Diagnose-Dialog
- Schwarze Flecken mit gelbem Hof, weißer Belag, orange PustelnSternrußtau, Mehltau, Rost. Die drei Rosenkrankheiten, alle drei Pilze. Zu viel Stickstoff macht sie schlimmer.Befund im Diagnose-Dialog
Die häufigsten Fehler
- Stickstoff nach Mitte Juli. Die Rose treibt weich aus, die Triebe verholzen nicht, der Frost erledigt den Rest. Ab August nur noch Kalium.
- Dünger an den Stamm. Die Feinwurzeln sitzen am Rand des Wurzelbereichs, nicht am Stamm. Dort ausbringen, wo der Kronenrand ist.
- Auf trockenen Boden streuen. Mineralischer Dünger auf trockener Erde verbrennt Wurzeln. Erst wässern, dann düngen, dann noch einmal wässern.
- Zu viel Stickstoff gegen Pilze. Eine geschwächte Rose mit Sternrußtau bekommt gern eine Extraportion Dünger. Das Gegenteil hilft: weniger Stickstoff, mehr Kalium, und die befallenen Blätter in den Hausmüll.