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Düngerarten

Düngerarten: was auf der Packung steht

Jeder Dünger in Deutschland muss seine Nährstoffe deklarieren. Wer die drei Zahlen lesen kann und den Unterschied zwischen organisch und mineralisch kennt, braucht keine Produktnamen mehr zu vergleichen, sondern nur noch Gehalte und Preise.

Fünf Holzschalen mit blauem Granulat, Hornspänen, Kompost, Kalkpulver und organischen Pellets
Die drei Zahlen
N-P-KStickstoff, Phosphat, Kaliumoxid in Gewichtsprozent
Organisch
Wochenwirkt über das Bodenleben, kaum Verbrennungsgefahr
Mineralisch
TageSalze, sofort verfügbar, Dosierung entscheidet
Preis je kg N
Faktor 10zwischen günstigstem und teuerstem Produkt

Die drei Zahlen lesen

Auf jeder Packung steht eine Folge wie 7-3-6 oder 12-12-17. Die Düngemittelverordnung schreibt sie vor. Die erste Zahl ist Stickstoff in Prozent, die zweite Phosphat als P₂O₅, die dritte Kaliumoxid als K₂O. Ein Sack mit 10 Kilo und der Deklaration 7-3-6 enthält also 700 Gramm Stickstoff, 300 Gramm Phosphat und 600 Gramm Kaliumoxid.

Das ist die Zahl, mit der sich Dünger vergleichen lassen. Ein Rasendünger mit 20 Prozent Stickstoff liefert je Kilo dreimal so viel wie ein organischer Gartendünger mit 7 Prozent, und Kompost mit 0,3 Prozent liegt noch einmal um den Faktor 20 darunter. Der Sackpreis sagt darüber nichts, der Preis je Kilo Nährstoff alles. Dafür gibt es den Vergleich je Nährstoff mit Live-Preisen.

Die Verhältnisse verraten den Zweck: stickstoffbetont wie 20-5-8 für Blattmasse und Rasen im Frühjahr, kaliumbetont wie 5-5-15 für Früchte und Herbst, ausgewogen wie 12-12-17 als Volldünger. Ein Blick auf die Zahlen ersetzt die Aufschrift.

Organisch oder mineralisch

Mineralische Dünger sind Salze. Sie lösen sich im Bodenwasser und stehen der Pflanze sofort zur Verfügung. Das macht sie zum schnellsten Mittel bei akutem Mangel und zum Produkt, mit dem sich am leichtesten Schaden anrichten lässt: Überdosierung erhöht die Salzkonzentration, Wurzeln verbrennen, und was nicht aufgenommen wird, wandert ins Grundwasser. Blaukorn ist der bekannteste Vertreter.

Organische Dünger bestehen aus Horn, Schafwolle, Pflanzenresten oder Mist. Ihre Nährstoffe sind in Eiweiß und Zellwänden gebunden und werden erst von Bodenpilzen und Bakterien freigesetzt. Das dauert Wochen, braucht Wärme und Bodenleben, und es ist der Grund, warum sie im Kübel schlecht funktionieren. Dafür verbrennen sie nicht, sie ernähren nebenbei den Boden, und die Freisetzung folgt dem Wachstum, weil beide von der Temperatur abhängen.

Organisch-mineralische Dünger kombinieren beides: ein mineralischer Anteil für den Start, ein organischer für die Dauer. Viele Spezialdünger für Rosen, Hortensien oder Beeren sind so aufgebaut.

Die Wahl ist keine Glaubensfrage, sondern eine nach Situation: Ein hungriger Rasen im April bekommt mineralisch, ein Rosenbeet im März organisch, ein Kübel flüssig oder umhüllt, und ein Boden, der seit Jahren nur Salze bekommen hat, braucht Kompost.

Granulat, Langzeit, flüssig

Granulat ist die Grundform, zum Streuen und Einarbeiten, mineralisch oder organisch. Umhüllte Langzeitdünger sind mineralische Körner mit einer Harzhülle, die Nährstoffe über Monate abgibt, gesteuert von Feuchtigkeit und Temperatur. Eine Gabe im Frühjahr trägt die Saison, dafür lässt sich nichts mehr nachjustieren. Flüssigdünger werden mit dem Gießwasser gegeben, wirken sofort und sind für Kübel und Balkonkästen die einzige Form, die regelmäßig genug versorgt.

Die Form entscheidet über den Ort: Beet und Rasen bekommen Granulat, Kübel bekommen flüssig oder umhüllt, und wer nicht zweimal im Jahr an den Dünger denken will, nimmt Langzeit.

Die Düngerarten im Einzelnen

Vier Produkte, vier Typen

Je ein Vertreter für die vier Grundtypen: organischer Volldünger, organischer Langzeitdünger mit einer Gabe, reiner Stickstoff und mineralischer Volldünger. Die Spezialdünger für einzelne Pflanzen stehen bei den Pflanzenprofilen.

Hinweis zu den Produktempfehlungen

Die folgenden Empfehlungen enthalten Affiliate-Links zu Amazon. Kaufen Sie über einen dieser Links, erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht.

Was hier steht, ist keine Testnote und keine Rangliste. Die Auswahl folgt der Deklaration auf der Packung und der Frage, für welchen Zweck ein Produkt taugt. Zu jedem Produkt steht deshalb auch, was gegen es spricht. Ausführlich unter Wie ausgewählt wird.

Organisch Neudorff Azet Gartendünger, 10 kg

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Neudorff
28,48 € bei Amazon

Preis abgerufen am 21.09.2026 um 02:16 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Organischer Universaldünger mit NPK 7-3-6, laut Hersteller mit Sofortwirkung und bis zu 100 Tagen Langzeitwirkung, mit Mykorrhiza-Pilzen, extra Kalium, für Obst, Gemüse und Zierpflanzen. Für den ökologischen Landbau zugelassen.

Vorteile
  • die Zusammensetzung steht offen auf der Seite, 7-3-6 ist für einen organischen Volldünger ein guter Wert
  • 10 kg zum Kilopreis von Sackware, für große Gärten die wirtschaftliche Wahl
  • 100 Tage Wirkung heißt: eine Gabe im April, eine im Juli, fertig
Zu beachten
  • organisch, braucht Bodenwärme, im kalten Frühjahr verzögert
  • 10 kg sind für einen Balkon ein Lebensvorrat
  • Granulat, das Tiere ausgraben können, einarbeiten
Einordnung: Der organische Gartendünger in Gartengröße. Für alle, die mehr als drei Beete versorgen.
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Einmalgabe COMPO BIO Universal Langzeit-Dünger mit Schafwolle, 2 kg

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Compo
12,99 € bei Amazon

Preis abgerufen am 21.09.2026 um 02:16 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Organischer Universaldünger in Pelletform, zur Hälfte aus Schafwolle, laut Hersteller mit bis zu fünf Monaten Wirkung, für alle Gartenpflanzen, Obst und Gemüse, auch ins Pflanzloch. Für den ökologischen Landbau zugelassen.

Vorteile
  • eine Gabe pro Saison, organisch, mit Wasserspeicherwirkung der Wolle
  • ein Produkt für den ganzen Garten, wer keine Spezialdünger will, ist damit versorgt
  • aktiviert das Bodenleben, statt es zu umgehen
  • mit rund 1.700 Rückmeldungen breit erprobt
Zu beachten
  • Pellets müssen eingearbeitet werden, aufgestreut wirken sie nicht und locken Tiere
  • der Geruch nach dem Ausbringen wird wiederholt genannt
  • die NPK-Werte stehen nicht auf der Amazon-Seite
Einordnung: Der organische Einmaldünger für den ganzen Garten. Wer nur einen Sack kaufen will, kauft diesen.
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Stickstoff COMPO BIO Hornspäne, 2,5 kg

COMPO BIO Hornspäne, 2,5 kg

Compo
13,99 € bei Amazon

Preis abgerufen am 21.09.2026 um 02:16 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Organischer Stickstoffdünger aus Horn, laut Hersteller für alle Gartenpflanzen, als Startdünger für Neupflanzungen und Anzucht, mit Wirkung über Wochen. Rein natürlich, für den ökologischen Landbau zugelassen.

Vorteile
  • der klassische organische Stickstoffdünger, 14 Prozent, kalkfrei, kaum zu überdosieren
  • passt ins Pflanzloch, unter Rindenmulch und als Frühjahrsgabe für Rosen und Gehölze
  • 2,5 kg reichen für 25 bis 40 Quadratmeter
Zu beachten
  • nur Stickstoff, Phosphor und Kalium müssen aus Kompost oder anderen Düngern kommen
  • wirkt nur über das Bodenleben, im Kübel liegt er unverändert
  • Tiere graben aufgestreute Späne aus, einarbeiten
Einordnung: Der Stickstoff für den organischen Garten. Was er kann und was nicht, steht ausführlich unter Hornspäne.
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Mineralisch Nitrophoska spezial Blaukorn, NPK 12-12-17, 5 kg

Nitrophoska spezial Blaukorn, NPK 12-12-17, 5 kg

Samen Breininger
29,95 € bei Amazon

Preis abgerufen am 21.09.2026 um 02:16 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Der klassische mineralische Volldünger. Die Deklaration steht ausgeschrieben auf der Packung: 12 Prozent Stickstoff, 12 Prozent Phosphat, 17 Prozent Kaliumoxid. Die Nährstoffe sind wasserlöslich und stehen sofort zur Verfügung, was Stärke und Schwäche zugleich ist.

Vorteile
  • die Zusammensetzung ist vollständig deklariert und damit nachrechenbar
  • wirkt sofort und ist bei akutem Mangel das schnellste verfügbare Mittel
  • je Kilo Nährstoff eines der günstigsten Produkte überhaupt
  • ein Produkt für Rasen, Gemüse und Ziergarten statt drei Spezialdünger
Zu beachten
  • die häufigste Ursache verbrannter Pflanzen im Hausgarten, weil zu viel gestreut wird
  • wasserlöslich heißt auch, dass bei Starkregen ein Teil ins Grundwasser auswäscht
  • liefert dem Bodenleben nichts, die Struktur verbessert sich über die Jahre nicht
  • die Körner müssen eingearbeitet und gewässert werden, sonst liegen sie wirkungslos
Einordnung: Fachlich einwandfrei und günstig, solange die Menge stimmt. Wer nach Augenmaß streut, richtet damit mehr Schaden an als mit jedem organischen Dünger.
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Was ein Kilo Stickstoff kostet

Ein Sack für neun Euro kann teurer sein als einer für achtzehn. Entscheidend ist, wie viel Nährstoff drin ist. Der Vergleich je Nährstoff rechnet für alle Produkte dieser Seite mit deklariertem NPK und Live-Preis aus, was ein Kilo Stickstoff und ein Kilo Kalium kosten. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Produkt liegt der Faktor zehn.

Deklarationspflicht nach Düngemittelverordnung. Angaben zu Wirkdauern sind Herstellerangaben. Die Katalogtafel ist eine mit KI erzeugte Illustration, kein Foto.