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Düngekalender

Zwölf Monate, und für jeden steht, welche Pflanze ihre Hauptgabe bekommt, welche nachgedüngt wird und wann ausdrücklich nichts passiert. Die Pflanzenzeilen kommen aus den Profilen, der Text je Monat sagt, worauf es ankommt.

Jahreskranz aus Knospen, Sommerlaub, Früchten und Herbstblättern

01 Januar

Der Boden ist gefroren oder nass, nichts wächst, nichts nimmt auf. Wer jetzt düngt, düngt das Grundwasser. Die einzige sinnvolle Arbeit ist die Bodenprobe: Erde aus mehreren Stellen mischen und ins Labor, dann liegt das Ergebnis vor, bevor die Saison beginnt.

Hauptgabe

keine

Nachdüngung

keine

02 Februar

Immer noch Ruhe. Zimmerpflanzen am hellen Fenster bekommen ab Mitte des Monats die erste sehr schwache Gabe, Kübelpflanzen im Winterquartier nichts. Kalk kann jetzt auf Rasen und leere Beete, wenn der pH-Test es verlangt, mit vier Wochen Abstand zur ersten Düngung.

Hauptgabe

keine

Nachdüngung

keine

03 März

Der Monat der organischen Hauptgaben: Hortensien beim Austrieb, Rosen zum Rückschnitt, Heidelbeeren vor dem Austrieb. Organische Dünger brauchen Bodenwärme, deshalb lieber Ende des Monats als Anfang. Zitrus bekommt die erste Flüssiggabe.

04 April

Rasen bekommt seine Hauptgabe, sobald er zweimal gemäht wurde. Rhododendron, Olivenbaum und alle Kübelpflanzen starten. Langzeitdünger gehören jetzt in den Boden, nicht später, damit die Abgabe nicht bis in den Oktober reicht.

05 Mai

Pflanzzeit für Tomaten und Gurken, die Grundversorgung kommt ins Pflanzloch. Ab jetzt wöchentlich flüssig für alles im Kübel. Wer im Mai violette Tomatenblätter sieht, hat kalte Nächte, keinen Phosphormangel.

Hauptgabe

Nachdüngung

06 Juni

Die zweiten Gaben: Hortensien, Rasen vor der Hitze, Rhododendron nach der Blüte. Tomaten und Gurken wechseln ab dem ersten Fruchtansatz auf kaliumbetont. Ab jetzt keine Brennnesseljauche mehr an fruchtendes Gemüse.

07 Juli

Erdbeeren bekommen nach der Ernte ihre wichtigste Gabe des Jahres, die Blüten für nächstes Jahr entstehen jetzt. Rosen nach der ersten Blüte zum letzten Mal Stickstoff. Für Hortensien ist Ende des Monats Schluss. Bei Hitze wird Rasen nicht gedüngt.

08 August

Kalium statt Stickstoff: Rosen bekommen Patentkali, Gehölze nichts mehr. Kübelpflanzen laufen weiter, Olivenbaum zum letzten Mal. Alles, was im Winter draußen bleibt, muss ab jetzt ausreifen.

09 September

Herbstrasendünger, kaliumbetont, härtet die Narbe ab. Zitrus schleicht aus, Tomaten und Gurken bekommen die letzten Gaben bis zur letzten Ernte. Sonst: nichts mehr an Stickstoff, egal wie grün es noch aussieht.

Hauptgabe

Nachdüngung

10 Oktober

Ruhe im Garten. Kompost kann jetzt auf leere Beete, der Stickstoff wird zum Teil ausgewaschen, der Humus bleibt. Kalk auf Rasen, wenn nötig. Kübelpflanzen ins Winterquartier, und dort wird nicht gedüngt.

Hauptgabe

keine

Nachdüngung

11 November

Nichts. Wer Zimmerpflanzen hat, streckt die Gaben auf alle vier bis sechs Wochen oder setzt ganz aus. Der Düngersack bleibt zu, die Zeit gehört der Planung: Welche Beete brauchen im Frühjahr Kompost, welche Kalk, welche eine Bodenprobe.

Hauptgabe

keine

Nachdüngung

keine

12 Dezember

Nichts. Wer Lust auf Zahlen hat, rechnet aus, was der Garten im nächsten Jahr an Stickstoff braucht: Fläche mal Bedarf je Pflanze, die Werte stehen in jedem Profil. Der Vergleich je Nährstoff sagt, was das kostet.

Hauptgabe

keine

Nachdüngung

keine

Die Monatszuordnung folgt den Düngeplänen der Pflanzenprofile für mitteleuropäische Verhältnisse. In milden Lagen verschiebt sich alles um zwei Wochen nach vorn, in rauen nach hinten. Entscheidend ist der Zustand der Pflanze, nicht das Datum. Die Katalogtafel ist eine mit KI erzeugte Illustration, kein Foto.