Erdbeeren düngen
Die Erdbeere ist die Pflanze, bei der die meisten Gärtner den Dünger zur falschen Zeit geben. Im Frühjahr will jeder etwas tun, aber die Ernte des nächsten Jahres wird im Juli und August angelegt. Wer dann düngt, erntet.

Nach der Ernte
Neudorff Azet Beeren- und Obstdünger, 1 kg
NPK 7-3-10, organisch, 100 Tage, Mykorrhiza
Einmal im Jahr
COMPO Beeren Langzeit-Dünger, 2 kg für 45 m²
Umhüllt, sechs Monate, phosphatreduziert, 2 kg für 45 m²
Schafwolle
COMPO BIO Beeren Langzeit-Dünger mit Schafwolle, 2 kg
Pellets, fünf Monate, verbessert den Humus gleich mit
Topf und Ampel
Plantura Bio Beeren- und Obstbaumdünger flüssig, 800 ml
Plantura flüssig, vegan, kaliumbetont, ab der Blüte
- Bedarf im Jahr
- 7 g/m²Reinstickstoff, mittlerer Zehrer
- Boden
- pH 5,5 bis 6,5humos, locker, gut drainiert
- Hauptgabe
- nach der ErnteJuli bis August, für die Blütenanlage
- Frühjahr
- wenighöchstens eine leichte Gabe im März
- Jan
- Feb
- Mär
- Apr
- Mai
- Jun
- Jul
- Aug
- Sep
- Okt
- Nov
- Dez
HauptgabeNachdüngungnichts
Leichte Gabe im März, Hauptgabe direkt nach der Ernte im Juli oder August. Neupflanzungen bekommen ihren Kompost beim Setzen im Spätsommer.
Was Erdbeeren brauchen
Erdbeeren haben einen mittleren Nährstoffbedarf, rund sieben Gramm Reinstickstoff je Quadratmeter und Jahr. Sie sind Flachwurzler mit empfindlichen Wurzeln und wollen lockeren, humusreichen Boden, der Wasser hält, ohne zu vernässen. Ein leicht saurer pH-Wert um 6 ist ideal, Kalkböden führen zu Chlorosen.
Der Bedarf ist ungleich verteilt. Im Frühjahr zehrt die Pflanze von den Reserven, die sie im Herbst angelegt hat. Nach der Ernte beginnt die Phase, in der sie Blattmasse erneuert, Ausläufer bildet und im Wurzelstock die Blütenknospen für das nächste Jahr anlegt. Dann braucht sie Nährstoffe, und dann gehört der Dünger hin.
Kalium ist für Aroma und Festigkeit der Früchte wichtiger als Stickstoff. Zu viel Stickstoff im Frühjahr bringt große Blätter, weiche Früchte und Grauschimmel.
Wann Erdbeeren gedüngt werden
Nach der Ernte, Juli bis Anfang August. Das ist die Hauptgabe. Alte Blätter werden abgeschnitten, das Beet gesäubert, dann kommt ein organischer Beerendünger oder reifer Kompost mit Hornspänen zwischen die Pflanzen. In den folgenden Wochen bildet die Erdbeere neue Blätter und legt die Blütenknospen an.
Im März ist höchstens eine leichte Gabe sinnvoll, etwa ein Drittel der Sommergabe. Wer im Sommer gut versorgt hat, kann sie weglassen. Zu viel Stickstoff jetzt geht auf Kosten der Fruchtqualität.
Bei Neupflanzung, ideal Ende Juli bis August, wird das Beet mit drei bis vier Litern Kompost je Quadratmeter vorbereitet. Mehr braucht es im ersten Jahr nicht.
Immertragende und monatstragende Sorten weichen ab: Sie tragen bis zum Herbst und werden alle vier bis sechs Wochen leicht nachgedüngt, dafür entfällt die konzentrierte Gabe nach der Ernte.
Womit düngen
Beerendünger sind organische oder organisch-mineralische Volldünger mit betontem Kalium, meist um NPK 6-3-8, oft mit Magnesium. Sie passen, weil sie kalkfrei sind und langsam wirken. Ein kaliumbetonter Tomatendünger tut es genauso, ein Rhododendrondünger ebenfalls.
Reifer Kompost mit Hornspänen ist die klassische Versorgung und liefert nebenbei den Humus, den Erdbeeren für ihre Feinwurzeln brauchen. Frischer Mist und Blaukorn sind ungeeignet: Der eine verbrennt die Wurzeln, das andere ist zu stickstoffbetont und salzig.
Mulch aus Stroh, der im Mai unter die Pflanzen kommt, ist kein Dünger, aber er hält Früchte sauber, den Boden feucht und beugt Grauschimmel vor. Er wird nach der Ernte entfernt.
Wie viel
Organischer Beerendünger: 50 bis 80 Gramm je Quadratmeter nach der Ernte, 20 bis 30 Gramm im März. Kompost: drei bis vier Liter je Quadratmeter bei Neupflanzung oder nach der Ernte, dazu 40 bis 60 Gramm Hornspäne. Der Dünger wird zwischen den Reihen ausgebracht und flach eingearbeitet, nicht ins Herz der Pflanze.
Erdbeeren im Kübel oder in Hängeampeln brauchen ab der Blüte alle zwei Wochen einen kaliumbetonten Flüssigdünger, weil das Substrat schnell ausgelaugt ist. Nach der Ernte wie im Beet eine Gabe organischer Dünger oder frisches Substrat.
Die Produkte im Einzelnen
Vier kaliumbetonte Beerendünger: das organische Granulat für die Gabe nach der Ernte, zwei Langzeitvarianten für eine Gabe im Jahr, ein Flüssigdünger für Erdbeeren im Topf. Alle kalkfrei, keiner stickstoffbetont.
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Neudorff Azet Beeren- und Obstdünger, 1 kg
NeudorffPreis abgerufen am 22.09.2026 um 03:33 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.
Organischer Beerendünger mit NPK 7-3-10, laut Hersteller mit Sofortwirkung und bis zu 100 Tagen Langzeitwirkung, mit Mykorrhiza-Pilzen. Kaliumbetont für Erdbeeren, Beerensträucher und Obstbäume, für den ökologischen Landbau zugelassen.
- kaliumbetont, das ist bei Erdbeeren die richtige Richtung für Aroma und feste Früchte
- organisch und kalkfrei, passt zum leicht sauren Erdbeerboden
- 100 Tage Wirkung: eine Gabe nach der Ernte trägt bis in den Herbst
- 1 kg reicht für etwa zwölf Quadratmeter, größere Beete brauchen die 2,5-kg-Packung
- braucht Bodenwärme, im März also besser erst ab Mitte des Monats
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COMPO Beeren Langzeit-Dünger, 2 kg für 45 m²
CompoPreis abgerufen am 22.09.2026 um 03:33 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.
Umhüllter Langzeitdünger für Beeren und Strauchobst, laut Hersteller mit Sofortwirkung und sechs Monaten Langzeitwirkung, mit hohem Magnesium- und Kaliumanteil, phosphatreduziert. Eine Gabe pro Saison, 2 kg für 45 Quadratmeter.
- kalium- und magnesiumbetont, phosphatreduziert, das passt zu Beerenobst
- eine Gabe, die Abgabe folgt Feuchtigkeit und Temperatur
- 45 Quadratmeter je Packung, damit für große Beete sparsam
- sechs Monate Abgabe passen zum Erdbeerrhythmus nur, wenn die Gabe nach der Ernte im Juli kommt, im Frühjahr wäre es zu viel Stickstoff für die Fruchtzeit
- mineralisch, ohne Wirkung auf den Humus, den Erdbeeren brauchen
- noch vergleichsweise wenige Rückmeldungen
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COMPO BIO Beeren Langzeit-Dünger mit Schafwolle, 2 kg
CompoPreis abgerufen am 22.09.2026 um 03:33 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.
Organischer Langzeitdünger in Pelletform, zur Hälfte aus Schafwolle, laut Hersteller mit bis zu fünf Monaten Wirkung. Für Beeren, Kern- und Steinobst, eine Gabe pro Saison, für den ökologischen Landbau zugelassen.
- Schafwolle speichert Wasser und gibt langsam ab, für Erdbeeren als Flachwurzler ein Vorteil
- organisch, fördert Bodenleben und Humus, was Erdbeerbeete im dritten Jahr besonders brauchen
- mit über 2.000 Rückmeldungen breit erprobt
- Pellets müssen eingearbeitet werden, nicht ins Herz der Erdbeere
- der Geruch nach dem Ausbringen wird wiederholt genannt
- fünf Monate Wirkung ab Juli reichen bis in den Winter, das ist unkritisch, aber nicht nötig
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Plantura Bio Beeren- und Obstbaumdünger flüssig, 800 ml
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Organischer Flüssigdünger für Beerensträucher und Obstbäume, laut Hersteller rein pflanzlich, tierfrei, mit betontem Kalium. Anwendung über das Gießwasser mit Dosierkappe.
- die richtige Form für Erdbeeren in Kübeln, Ampeln und Balkonkästen
- kaliumbetont für Aroma und Fruchtfestigkeit
- vegan und tierfrei, für Gärtner, die auf Schafwolle und Horn verzichten wollen
- 800 ml sind bei wöchentlicher Anwendung im Sommer schnell aufgebraucht
- organischer Flüssigdünger kann in der Flasche ausflocken und riecht
- im Beet unpraktisch, dort tragen Granulate
Aus den Käuferberichten auf der Amazon-Produktseite, von Hand gelesen und zusammengefasst: Aus rund 190 Rückmeldungen (Stand September 2026): Gelobt werden die einfache Anwendung über die Gießkanne und die schnell sichtbare Wirkung, Käufer berichten von guten Ernten bei Kirschen und Heidelbeeren. Kritik ist selten.
Was Hausmittel leisten
Die Bewertung folgt den Nährstoffgehalten und dem, was die Pflanze verträgt, nicht der Beliebtheit des Tipps. Was hier als geeignet steht, ersetzt trotzdem keine Grundversorgung, die Mengen aus dem Haushalt sind dafür zu klein.
- Kaffeesatz bedingt Etwa zwei Prozent Stickstoff, pH-neutral, also keine Ansäuerung. Nach der Ernte dünn eingearbeitet eine kleine Ergänzung, im Frühjahr besser nicht.
- Eierschalen nein Kalk. Erdbeeren wollen leicht sauren Boden, Eierschalen ziehen den pH-Wert nach oben.
- Hornspäne geeignet Die passende Stickstoffquelle für die Sommergabe, zusammen mit Kompost.
- Bananenschalen bedingt Etwas Kalium, kleingeschnitten und eingearbeitet unschädlich. Die Menge ist zu gering, um allein zu versorgen.
- Kompost geeignet Die Grundlage. Erdbeeren sind Humuspflanzen, drei bis vier Liter je Quadratmeter nach der Ernte.
- Stroh als Mulch geeignet Kein Dünger, aber der wichtigste Pflegeschritt gegen faule Früchte und für gleichmäßige Feuchte.
Wenn etwas nicht stimmt
Die häufigsten Bilder an Erdbeeren, mit dem Weg zum passenden Befund im Diagnose-Dialog. Nicht jedes davon ist ein Düngerfall.
- Ältere Blätter gleichmäßig gelb, kleine FrüchteStickstoffmangel, bei Beeten im dritten Jahr ohne Sommerdüngung typisch.Befund im Diagnose-Dialog
- Junge Blätter gelb mit grünen AdernKalkchlorose auf kalkhaltigem Boden oder nach Eierschalen. Erdbeeren reagieren empfindlich.Befund im Diagnose-Dialog
- Blätter hängen, Boden nassStaunässe oder Wurzelfäule. Erdbeeren auf schwerem Boden gehören auf Dämme oder ins Hochbeet.Befund im Diagnose-Dialog
- Früchte mit grauem BelagGrauschimmel, ein Pilz. Zu viel Stickstoff und fehlender Mulch fördern ihn.Befund im Diagnose-Dialog
Die häufigsten Fehler
- Die Hauptgabe im Frühjahr. Das ist die Zeit, in der die Erdbeere am wenigsten braucht. Nach der Ernte wird die nächste Ernte angelegt, und dann gehört der Dünger hin.
- Stickstoffbetont düngen. Große Blätter, weiche Früchte, Grauschimmel. Kaliumbetont ist bei Erdbeeren immer die bessere Wahl.
- Dünger ins Pflanzenherz. Das Herz fault. Zwischen die Pflanzen, nicht hinein.
- Das Beet zu lange halten. Ab dem dritten Jahr lässt der Ertrag nach, egal wie gut gedüngt wird. Dann neu pflanzen, an anderer Stelle.